Manchmal ist es eine gute Sache, von den großen Straßen abzubiegen und sich in den kleinen Gassen am Rande zu verlieren. Erstaunlicherweise fühlte ich mich dort heimischer, als auf der gut ausgeleuchteten Restaurantstraße, die ich diesen Abend entlangschlenderte.
Eigentlich war ich nur nach dem Büro losgezogen, um mir Fahrräder anzusehen, doch hatten die Läden leider schon zu gemacht und so bummelte ich ganz allein auf der Reeperbahn nach der Freiheit,…. nee, falscher Text, falsche Stadt, … bummelte ich ganz allein die Gui Jie entlang. Die ganze Straße wimmelt nur so von kleinen Restaurants, roten Laternen und Menschen, die nach dem besten Platz zum Essen suchen. Früher war hier der Ort, an dem man im Endsommer Flußkrebs satt essen konnte, die Tierchen krabbelten damalsmin großen geflochtenen Körben, die auf der Straße standen, ihrem letzten Stündchen entgegen. Freunde sagten, dies sei auch jetzt noch der Fall.
Irgendwann kam ich an einer kleinen Gasse vorbei, in der schon bereits nach wenigen Metern alles im satten Mausgrau hoher Wände verschwand. Nur hier und da erleuchteten schlichte Lampen den Weg – der Eingang zu den Hutongs – der Altstadt -Â von Beijing. Während viele dieser Gassengewirre in den letzten Jahren verschwunden sind, schien hier die Zeit stehengeblieben zu sein. Nur die öffentlichen Toiletten, die von den Bewohnern der Hofhäuser aufgrund mangelnder eigener Möglichkeiten, frequentiert werden, sind moderner geworden und nicht mehr 10 Meter vorher am Geruch zu erkennen.
Ich fand die Hutongs schon immer faszinierend, da ich mich herrlich in dem Labyrinth der Gassen verlieren, die Zeit vergessen und hinter jeder Abbiegung etwas neues entdecken kann. Kleine Kioske, winzige Restaurants, in die gerade zwei Tische hineinpassen, oder ein Zimmerchen, von keinen 2 qm Grundfläche, mit Schlüsseln, Schrauben, Auflegscheiben und Fahrradzubehör vollgestopft, und in dem es gelungen ist, ein simples Hochbett aus Stahl hineinzubauen, auf dem das Paar, das hier seinen Laden hat, nachts schläft.
Beim Spazieren sprach ich einen kleinen Jungen an, den ich von seiner Körpergröße auf sechs oder sieben Jahre geschätzt hätte. Ich fragte ihn, ob er auf dem Weg nach Hause sei. Worauf er erwiderte, er gehe nun zur Arbeit. Jeden Tag verkaufe er in der Nähe von Abends bis um halb ein Uhr nachts Eis.
Einen weiteren Reiz macht die Architektur der Hofhäuser aus. Läuft man durch die kleinen Straßen sieht man meist nur graue Wände und in Tiefrot angemalte Türen. steht eine offen, sieht man wie tief sich hinter den Mauern die verschiedenen Höfe und weitere Gebäude noch erstrecken. Waren die Sihueyuan einst von den Mitgliedern nur einer Familie bewohnt, die sich ganz nach Rang und Status mehrere Gebäude und Innenhöfe in einem Komplex leisten konnten, wurden später mehrere Familien darin untergebracht und weitere Gebäude auf die freien Stellen innerhalb der Mauern gebaut.
Letzter Donnerstag wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, daß ich dort war. Nächstes Mal dann auch mit Kamera…
hi timm, ich habe gehoert es gibt ein sehr gut eingereichtes und gut gepflegtes SiHeYuan-Hotel in Beijing, wo insgesamt nur 4 Zimmer angeboten werden. (Also ein Zimmer auf einer Seite des Hofs)
Hast du mal davon gehoert?
Looking forward to the photos of HuTong: p
Lg,Wenting
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hi Timm, gerne!
Just show me how the city has caught your heart.: p
Da ich Wang Fu Jing nicht so sehr mag (bis auf das Laden von Peking Ente) wanderte ich da nicht viel.
Es scheint, du hast viel mehr als ich entdeckt: )
Naja, ich war immer nur Tourist…
Dir einen schoenen Tag!
Lg Wenting