Kleines Update aus Beijing

Nachdem nun schon die eine und andere Nachfrage gekommen ist, was der Grund für die lange Ebbe im Blog sei, melde ich mich aus der Versenkung.

In den letzten Wochen beschäftigte ich mich größtenteils mit der Organisation einer Delegationsreise nach Deutschland zum Thema „Energieeffizienz im Schiffbau“, die für Ende September geplant war. In diesem Rahmen sollen mindestens 10 Entscheidungsträger aus der chinesischen Schiffbauindustrie nach Deutschland gebracht werden, wo ihnen Produkte und Lösungsmöglichkeiten aus dem Bereich der Energieeffizienz vorgestellt werden. Ziel ist es, neue Absatzchancen fpr deutsche Zulieferer zu genieren (ich merke gerade, daß ich diese Sätze bereits einige Male geschrieben habe). Kontakte zu deutschen Verbänden, Ministerien und Unternehmen wollten aufgebaut und gepflegt werden. Als größte Herausforderung stellt sich immer noch die Zusage der China Association of National Shipbuilding Industry dar, die zwar Interesse bekunden, aber September zu früh finden. Also geht es nun in die nächste Abspracherunde mit der deutschen Seite. Neues Ziel ist nun Anfang November.

Wenn ich nicht gerade im Büro hocke, unternehme ich Dinge, zu denen man schlecht eine Kamera mitnehmen kann. Letztes Wochenende war ich im Kino, schaute mir einen englischen Film mit chinesischen Untertiteln an (beim nächsten ist es dann andersrum) und freute mich darüber, daß mittlerweile kein Handy mehr in der Aufführung klingelt. Die Ticketpreise sind mit RMB 80 – 100 recht hoch, wenn man bedenkt, daß man DVDs für RMB 5 bekommen kann.

Das Wochenende davor besuchte ich mich zwei guten Freunden eine Tanzshow, die von der in China sehr bekannten Tänzerin und Choreographin Yang Liping gestaltet wurde – Sound of Yunnan – vielleicht findet ihr etwas auf youtube. Zur Zeit läuft auch Schwanensee in der olympischen sportstätte, dem Water Cub. Doch habe ich sehr geteilte Meinung darüber gehört.

Nicht mehr ganz so neue, aber immer noch sehr große Freude in meinem Leben ist meine neue Waschmaschine! Nachdem eine meiner lieben chinesischen Kolleginnen nach der Beschreibung der alten von mir genutzten WaMa herzlich lachen mußte und sagte, die stamme ja aus den 80ern, war mir klar, daß etwas geschehen mußte. Die in der Wohnung vorhandene Maschine hatte nur eine senkrecht drehende Trommel, ohne Warmwasser und einer Zeitschaltuhr von 15 Minuten. Daneben war die Schleuder eingebaut, so daß ich stets die Wäsche umpacken durfte. Das hat sich nun geändert. Nun wasche ich patriotisch mit Siemens bei 40, 60 oder 90 Grad.

So, dies von mir. Nun haue ich mich im Chaoyang Park um die Ecke in die Sonne. 🙂

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Eine Antwort zu Kleines Update aus Beijing

  1. Gast sagt:

    Um die Ecke in die Sonne..
    Auch der Hochsommer in Beijing gefaellt dir?
    Ich dachte es waere zu heiss fuer dich? :p

    lg,wenting

    Es ist kalt in RT! Ich kann nicht glauben, es ist ja Juli.
    China ist zu heiss, Deutschland zu kalt. Wo gibt es normaler Sommer?

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