Neulich in der China Daily

Vor einigen Wochen belustigte uns ein Artikel, der in der China Daily erschienen war – dem Propagandablatt der Partei. Dort wurde der Fall eines Politikers beschrieben, der während eines Interviews einen Journalisten ermahnte, er solle sich beim Verfassen doch fragen, für wen er schreibe: Fürs Volk oder für die Partei. Womit der Politiker natürlich letzteres meinte.

Dies erzürnte den Journalisten, der daraufhin freimütig darüber berichtete. Dies führte wiederum zu einem zu erwartenden Aufschrei in der Partei und Öffentlihckeit, so daß der Politiker seines Amtes enthoben wurde.

Der Kommentar in der China Daily aber forderte, diesen Herren zum Mann des Jahres zu küren, da endlich mal jemand den Mut gehabt hat, die Wahrheit zu sagen.

Und nun soll mal einer behaupten, es gebe in China keinen Sinn für Humor.

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Eine Antwort zu Neulich in der China Daily

  1. Gast sagt:

    Hi Timm,
    den gleichen Artikel habe ich auch gelesen, aber in Chinesisch.Ich dachte auch schon, dass der mann nun eine riesige Chance hat, ein gutes Buch zu schreiben und damit zu verdienen. Wenn das Buch doch dann in China verboten ist, umso besser, kann er sofort den Satz „Verboten in China“ auf Cover praegen und gleich 10mal so viel Umsaetze im Auslaendern generieren kann~~ Nicht fuer Amt arbeiten zu koennen scheint doch dann nicht so schlimm zu sein…

    Dir eine gute Nacht und bis bald:)
    lg,wenting

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