An der nordkoreanischen Grenze

befindet sich der Changbai-Vulkan, in dessen Mitte sich nach dem letzten Ausbruch ein rund 300 Meter tiefer See angesammelt hat. Der Vulkan liegt im Nordosten Chinas und grenzt direkt an die nordkoreanische Grenze, die in der Mitte des Sees verlaufen soll. Da der See mit 2.900 Metern auch der höchstgelegenste See Chinas ist, machten Nathalie und ich uns gemeinsam mit einem Freund aus der Kammer (der gerne das Weite suchen wollte) und weiteren Interessierten in den Flieger und auf den Weg.

Nachdem die ersten Erkundigungen über die notwendige Logistik ergeben hatte, dass wir mit Zug uns Bus mehr als 12 Stunden auf Tour sein würden, beruhigte uns die Nachricht, dass seit Beginn 2010 auch ein Lokalflughafen für den Weg nach Changbai Shan anzufliegen sei. Nach zwei Stunden Flug wartete erst eine weitere Stunde wilde Fahrt in einem Kleinbus durch die nordchinesische Walachei auf uns, bevor wir in einer Herberge gegen 23 Uhr ankamen.

Die Hoffnung nur mit der kleinen Reisegruppe die wilde Natur des Vulkans erkunden und den See für uns entdecken zu können, wurde zunichte gemacht, als wir am Eingang zum Naturpark per Bus ankamen und nach dem Ticketkauf mit vielen, vielen, vielen anderen reisenden Chinesen in einen weiteren Bus steigen durften. Schon auf der Reise von Nathalie und mir durch Qinghai mußten wir schmerzhaft lernen, das ein Wandern im europäischen Sinne in China nicht wirklich vorgesehen ist. Stets warten Busse auf den Besucher, die diese dann bequem an allen Aussichtspunkten absetzen und auch wieder einsammeln und dabei achten, dass der Tourist auch möglichst wenig Meter zu Fuß zurückzulegen hat. So rasten wir dann mit 80 – 100 kmh die geteerten Straßen entlang (am ersten Tag mit diversen Bussen und einem Jeep, an zweiten Tag nur mit Bussen) und durften die letzten Meter dann über Wege oder Holztreppen erklimmen.

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2 Antworten zu An der nordkoreanischen Grenze

  1. Gast sagt:

    Moin Sohn!
    Schöne Bilder! Das erste erinnert mich an den Mirror Lake, durch den wir zusammen in Floridas Sümpfen gefahren sind. Aber mit einsamer Natur ist es wohl nichts, wie die Bilder zeigen. Zumindest ist das eine Garantie dafür, daß Euch die Nordkoreaner nicht schnappen. Grien!
    Liebe GRüße von Deinem alten Alten

  2. Gast sagt:

    ..den einen „weite-suchenden“ kenn ick irgendwie. Bin grad mal wieder ausfuehrlich beim rumstoebern, gratulier noch nachträglich für Deine Mühen hier, zieh mir den wpress runter und werd dann ma schauen, was die Tage noch so bringen.

    Dann bis die Tage am See und Feuer
    der Bärlina

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