Die vergessene Kirche

Wenige Minuten zu Fuß von einer der am stärksten befahrenen Kreuzungen des 3. Ringes von Beijing stehen hinter einer hohen Mauer zwei von Efeu überwachsene Gebäude. Beide wurden von Ausländern um 1900 errichtet und sollten als Kirche mit anliegendem Wohngebäude britischen Kolonisten geschenkt werden. In den Wirren der untergehenden Qing.Dynastie wurde der Plan aber verworfen. Diesen Teil der Geschichte haben die meisten aber bereits vergessen, bekannt sind beide Orte nur noch dafür, dass in ihnen Geister umgehen sollen.

In der jungen Republik wohnte ein hochrangiger Parteiangehöriger der Guomindang-Regierung mit seiner Familie auf dem Anwesen. Als die Kommunisten die Macht in Beijing übernahmen, floh er Hals über Kopf nach Taiwan und ließ seine Angehörigen zurück. Seine Konkubine konnte den Verlust nicht verkraften und soll sich in dem Gebäude erhängt haben. Seit diesem Zeitpunkt sollen dort eigenartige Dinge vorgehen. Bei Vollmondnächten oder während aufkommenden Stürmen hören Leute manchmal jemanden in den Räumen weinen.

Auffällig ist, dass die Gebäude immer noch stehen, während rundherum Wohnblocks aus dem Boden wuchsen. Die Beijinger Stadtregierung versucht haben, die Gebäude abzureißen. Doch als bei den arbeiten einige Männer spurlos verschwanden, ließ man die Gebäude stehen.

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