… bin ich eigentlich nicht. Auch wenn es gestern etwas ungewohnt war, alleine durch die Altstadt zu bummeln und meinen Tag zu planen, zeigte es sich wieder, daß ich gar nicht lange alleine bleibe oder niemanden zum Plauschen finde.
Gestern abend schlenderte ich durch die Straßen der Altstadt auf der Suche nach einem Platz zum Essen und blieb nach alter Manier an einer Straßenecke hängen, an der auf Haufen Ausländer und ein paar Vietnamesen Bier für 4.000 Duong pro Glas hatten. (Ein USD sind rund 21.000 Duong). Nach nur wenigen Minuten kam ich mit zwei jungen Vietnamesen ins Gespräch, der eine Angestellter in einem Hotel, der andere als Tourguide tätig und beide recht gut im Englischen. Sie gaben mir eine Handvoll guter Ratschläge über die Preise in Hainon (ein paar Bananen und Ananas, von einer alten Dame mit typischem Basthut auf der Straße gekauft) kosten rund 20.000 Duong und nicht 150.000, wie erst verlangt.
Später setzte mich Kenny, so der englische Name des Tourguides, in einer Garküche ein paar Straßen weiter ab, wo ich bald von zwei jungen Studentinnen angesprochen wurde, die wissen wollte, wo ich herkomme. Beide studierten Wirtschaft an einer Uni in Hanoi und kamen vom Land. Nebenbei lernte ich, daß Vietnamesisch sogar sechs Töne hat, wobei ich einige durchs Chinesisch zwar erkennen konnte, die genauen Unterschiede mir aber immer noch verborgen sind.
Eben hatte ich eine der lokalen Spezialitäten, Cha Ga, gebratener Fisch, der mit jeder Menge frischem Gemüse, Kräutern und Reisnudeln gegessen wird, und saß bei zwei Journalisten aus Malaysia, die über die Hospitality Industrie schrieben und gerade dabei waren, Hanoi neu zu erkunden. Sie gaben mir schon Tips, was ich mir in Südchina und Bangkok samt Umgebung ansehen solle.
Bin gespannt, wer mir in den nächsten Tagen noch über den Weg läuft.
Morgen abend geht es mit dem Nachtbus nach Hoe.