Mit dem Nachtbus von Hanoi nach Hue – Impressionen

Gegen 17.30 Uhr gemeinsam mit anderen Touris vom Hotel abgeholt und in ein Taxi Richtung Nachtbus gesteckt. Im Nachtbus warteten schon eine Handvoll Vietnamesen auf uns.

Nach wenigen Minuten Wartezeit startet der Motor und wir fahren aus Hanoi heraus. Ein paar Kilometer später schaltete der Fahrer die Kabinenbeleuchtung auf Nachtfahrt um und alles leuchtet in blau auf. Es ist nur irritierend, daß zwischendurch immer wieder offenbar grundlos das normale Licht angeht. Vielleicht will der Fahrer sicherstellen, daß ihm auf den letzten Kilometern keiner abhanden gekommen ist.

Gegen 20.30 Uhr halten wir an einer einfachen Raststätte. Auf meinen Pferdemagen vertrauend, bestelle ich auf gut Glück ein Reisgericht mit etwas Gemüse und Fleisch. Dabei werde ich von einem 33 jährigen Vietnamesen angesprochen, der mit einem anderen Reisebus Richtung Saigon unterwegs ist. Nach einem kurzen Gespräch, in dem die üblichen Informationen über Namen, Alter, Herkunft und Ziel ausgetauscht wurden, springt er in seinen Bus und verschwindet in der Dunkelheit. Ein paar Meter weiter verkauft eine Frau grüne Mangos, Kekse, Wasser. Auf der anderen Seite schauen drei Männer gebannt eine Übertragung der Oscar-Verleihung.

Gegen 21 Uhr Abfahrt, 30 Minuten später Halt an einem Hotel „Missy“. Entgegen meines ersten Eindruckes steigen zwei weitere Backpacker in den Bus und machen es sich auf den Liegen gemütlich. Keine Ahnung, wo wir sind.

Nachts wache ich immer wieder auf, geweckt durch die Bushupe oder Bodenwellen, die ich, über der Heckachse schlafend, ungefiltert mitbekomme. Muß dabei an die chinesische Autobahn zwischen Shenyang und Dalian denken, die einer A7 ebenbürtig ist.

Am nächsten Morgen werde ich gegen 6 Uhr wach, vor dem Fenster einfache zweistöckige Gebäude und grüne Reisfelder, auf der Fensterscheibe Regentropfen. Mein Plan, der Wolkendecke Richtung Süden aus dem Weg zu gehen, scheint nicht aufzugehen. Noch nicht.

Glücklicherweise fahren wir mit dem Bus direkt am DMZ Hotel vorbei, wo ich ein Zimmer vorreserviert habe. Wenig später halten wir. Ich schnappe mir meine zwei Rucksäcke, laufe zurück und checke ein. Bin angekommen.

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Reisen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert