Kindermund tut Wahrheit kund – auch in China

Peking (afp). Eine Erstklässlerin in China hat in einem Fernsehinterview einen ausgefallenen Berufswunsch angegeben: Sie würde gern „korrupter Beamter“ werden. „Ich möchte Beamter werden“, sagte das Mädchen. „Was für ein Beamter?“, fragte der Interviewer und bekam als Antwort: „Ein korrupter Beamter, denn die besitzen ganz viele Sachen.“ Das Interview war zunächst nur im Internet zu sehen. Inzwischen ist es aber im ganzen Land bekannt.

Quelle: Rheinische Post
http://nachrichten.rp-online.de/article/panorama/Erstklaesslerin-in-China-will-korrupte-Beamtin-werden/50919
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Drei Tage im Süden (1)

26.08.09

Endlich saß ich im Flieger. Mein Handy hatte ich frühzeitig ausgeschaltet, um eventuellen Anrufen aus dem Büro zu entgehen und nicht auf das lange Wochenende verzichten zu müssen, das ich lange geplant hatte. Hatte ich erst gezögert und zwischen dem Ticket ins paradiesische Yunnan und meinem langjährigen Ziel hin und her gewechselt, ist die Entscheidung dann doch für die Rundhäuser in der Provinz Fujian gefallen. Die Motoren dröhnten auf, die Maschine gewann an Geschwindigkeit und hob an Richtung Xiamen.

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Die vergessene Kirche

Wenige Minuten zu Fuß von einer der am stärksten befahrenen Kreuzungen des 3. Ringes von Beijing stehen hinter einer hohen Mauer zwei von Efeu überwachsene Gebäude. Beide wurden von Ausländern um 1900 errichtet und sollten als Kirche mit anliegendem Wohngebäude britischen Kolonisten geschenkt werden. In den Wirren der untergehenden Qing.Dynastie wurde der Plan aber verworfen. Diesen Teil der Geschichte haben die meisten aber bereits vergessen, bekannt sind beide Orte nur noch dafür, dass in ihnen Geister umgehen sollen.

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Wasser, Wasser, Wasser

In einem der zahlreichen Beijinger Szene-Magazine las ich einen Artikel über das erste Wasserwerk der Stadt, das von Kaiserin Cixi bei einem deutschen Ingenieur in Auftrag gegeben worden war. Um wieder einmal etwas Neues kennenzulernen, schwang ich mit einer Stadtkarte bewaffnet auf meinen Roller und fuhr los.

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Neulich in der China Daily

Am Donnerstag saß ich im Nasca-Cafe, der kleinen Pizzeria um die Ecke, mümmelte ein Sandwich und blättere in der China Daily. Auf einer Seite sind stets verschiedene Meldungen aus den Provinzen des Landes zusammengefasst, der Informationsgehalt eher gering, der Unterhaltungswert aber umso höher ist.

Diesmal war der Bericht über einen Mann zu lesen, der mit seiner Frau eine Kreuzfahrt auf dem Yangtze unternahm. Die ganze Zeit über war sie am Meckern und Nörgeln, was dem Herren so sehr über den Kopf wuchs, daß er mit den Worten „Ich brauche Ruhe!“ über Bord sprang.

Er hatte Glück und schwam durch die Strudel und Wellen des Flußes ans Ufer, wo er später von aufgeregten Passagieren und zur Hilfe geeilten Kräften gefunden wurde. Seine Frau versprach nach dem Erlebnis, zukünftig weniger zu reden…

So unterschiedlich sind wir uns dann doch nicht! 🙂

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